• die feder - Martin Bernhard
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Hast du keine Geschichte, dann schaffe dir eine

Was haben der berühmte erste Spatenstich, das zerschnittene rote Band einer neuen Straße, das Zeitungsbild zur Ehrung langjähriger Mitarbeiter oder verdienter Vereinsmitglieder gemeinsam? Alle diese Ereignisse hätten sehr wahrscheinlich in dieser Form nicht stattgefunden, wenn nicht die Vertreter der Presse vorort gewesen wären. Ich spreche deshalb von inszenierter Realtität – eine Wirklichkeit also, die zu einem bestimmten Zweck in Szene gesetzt wurde: Es soll darüber berichtet werden. Wer als Unternehmen oder Persönlichkeit in die Medien kommen möchte und keine Geschichte oder Thema hat,…

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Journalisten, unterfordert Eure Leser nicht

Einfach soll die Sprache der Journalisten sein, klar und verständlich. Aber die Profi-Schreiber  sollen ihre Leser nicht unterfordern oder den Eindruck erwecken, dass sie diese für leicht minderbegabt halten. Genau dieser Eindruck entsteht bei mir, wenn ich Sätze wie diesen lese: “Neben B. stemmt sich ein Mann von seinem Stuhl, er heißt Matthias Doehring, B.s Anwalt.” (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-85065930.html) Welche Absicht verfolgt der Autor, wenn er zunächst mitteilt, dass sich ein Mann vom Stuhl erhebt? Dann dass dieser Mann Matthias Doehring heißt, und schließlich, dass…

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Die Schweiz und ein alternatives Geldsystem

Von den Grenzen grenzenlosen Wachstums und der Chance in der Krise “Krise ja, aber ohne mich!” lautet  ein Leitspruch der Positivisten, jener Klinsmänner also, die missratene Situationen schönreden oder schöndenken wollen. Gegen einen gesunden Optimismus ist zwar grundsätzlich nichts einzuwenden. Er sollte jedoch mit einem ordentlichen Schuss Realismus gepaart sein. Und die Realität der Krise besagt, dass wir es derzeit nicht mit einer “normalen” Konjunkturdelle zu tun haben, sondern mit einem Fehler im System.  Die Wochenzeitung “Die Zeit” hat das Grundproblem auf den…

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Geier auf der Jagd nach der Story

Manipulationen und Fälschungen bei der Berichterstattung über das Massaker von Winnenden Das Massaker von Winnenden ist zwar schon einige Zeit her, doch in der April-Ausgabe des Fachmagazins “journalist” (www.journalist.de) ist ein bemerkenswerter Artikel von Jochen Kalka erschienen. Kalka ist Chefredakteur der Zeituschrift “Werben und Verkaufen”, die in München erscheint. Er lebt mit seiner Familie in Winnenden. Seine Frau ist Lehrerin in einem benachbarten Ort, seine Kinder besuchen eine Schule in Winnenden. Am Tag des Unglücks nun wurde Kalka von seiner Familie über das…

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Hausfrauen-PR

Schreiben und PR, das kann doch jeder, oder nicht? Nichts gegen Hausfrauen. Sie verrichten eine gute und wichtige Arbeit. Und wenn man die Termnkalender mancher Grundschüler sieht, so möchte man keine Mutter um ihre Aufgabe beneiden. Denn neben Kochen, Waschen, Saubermachen und Einkaufen muss sie auch noch Familienmanager spielen und als Chauffeur die Kinder zu Veranstaltungen unterschiedlicher Art bringen und wieder abholen. Doch es mag auch Hausfrauen geben, die sich nicht ausgelastet fühlen. Manche von ihnen verdingen sich als Journalist und PR-Fachkraft. Da…

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Segen und Fluch von Zitatfreigaben

Kommunikationsabteilungen sollten auch nach innen kommunizieren Wer als Journalist professionell Informationen sammelt, auswertet und zur Veröffentlichung aufbereitet, ist dem Segen und Fluch der Zitatfreigabe ausgesetzt. Segen deshalb, weil man durch ein Gegenlesen und Freigeben von Sachverhalten mögliche Fehler vermeidet; Fluch, weil der Freigabeprozess möglicherweise sehr zeitaufwendig sein kann und weil vielleicht gerade die Passagen geändert werden könnten, die den Text besonders bereichern. Und es kann einem auch Folgendes passieren: Für einen Artikel für die Financial Times Deutschland recherchierte ich bei einem Unternehmen, das…

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Trojanische Pferde in Redaktionen

Für als Journalisten getarnte PR-Mitarbeiter stehen die Türen der Redaktionen sperrangelweit offen Natürlich freut man sich als freier Journalist darüber, wie leicht es oftmals ist, Redaktionen Themen anzubieten oder sich als neuen Mitarbeiter vorzustellen. Anruf genügt: "Guten Tag, ich bin  freier Journalist. Hätten Sie Interesse an dem Thema XYZ?” Und schon ist man nicht nur im Gespräch, sondern häufig auch im Geschäft. Doch es stellt sich die Frage: Wenn das bei mir so einfach funktioniert, dann sicher auch bei anderen. Da könnte ja…

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