Vernachlässigt Metropolregion den ländlichen Raum?

Leserbrief zur Sonderbeilage “5 Jahre Metropolregion Rhein-Neckar”

Liebe Frau Pfriem,

beim Lesen Ihres Newsletters wurde ich an die Sonderbeilage zum fünfjährigen Bestehen der Metropolregion Rhein-Neckar erinnert. Ich habe diese mit Interesse gelesen. Alles in allem ist die Publikation sehr gelungen.

Dennoch muss ich kritisieren, dass der Neckar-Odenwald-Kreis nur drei Mal und nur sehr kurz in dieser Ausgabe erwähnt wird, nämlich die Burg Guttenberg in Haßmersheim, der Standort eines Werks der Fa. Braun in Walldürn sowie der Standort der Dualen Hochschule in Mosbach. Wohl ist es verständlich, dass Darstellungen über die Zentren Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen eine solche Publikation dominieren müssen. Doch dass die Randgebiete der Metropolregion so stiefmütterlich behandelt werden, ist nicht nachvollziehbar. Auch der Neckar-Odenwald-Kreis verfügt über Alleinstellungsmerkmale. Ich nenne hier nur die Wallfahrt in Walldürn, die in Baden-Württemberg einzigartigen Höhlenwelten in Buchen-Eberstadt, das Freilandmuseum in Walldürn-Gottersdorf und den Neckar-Odenwald-Kreis insgesamt, der rechnerisch den Stromverbrauch aller seiner Privathaushalte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen abdecken könnte. Hier haben so interessante Unternehmen ihren Sitz wie Fa. Goldschmitt AG in Walldürn-Höpfingen, die Lokomotivfabrik Gmeiner in Mosbach, der Müslimacher Seitenbacher in Buchen sowie Hoffmann + Krippner aus Buchen, deren Folientastaturen unter anderem im Transrapid in China eingesetzt werden.

Ich will jedoch nicht nur für den Neckar-Odenwald-Kreis Partei ergreifen, wenn dieser mir – da ich hier wohne – auch besonders vertraut ist. Auch die anderen ländlichen Regionen scheinen mir in der Beilage etwas zu kurz gekommen zu sein. Wäre es nicht möglich gewesen, die ländlichen Flächenlandkreise auf jeweills einer Seite kurz in Text und Bild vorzustellen? Schließlich leisten sie wertvolle Beiträge zur Metropolregion, zum Beispiel als Reservoir wertvoller Fachkräfte. In meinem persönlichen Umfeld muss ich immer wieder feststellen, dass gut ausgebildete junge Leute in die Zentren der Metropolregion ziehen. Sie leisten dort ihren Beitrag, damit die Unternehmen ihre Spitzenstellung behalten und vielleicht sogar ausbauen können.

Mein erster Impuls war, einen Leserbrief zu schreiben. Doch wohin diesen schicken? An den im Impressum angegebenen Herausgeber? Doch hier wird kein Ansprechpartner namentlich genannt. An eine der drei Redaktionen? Hier werden wiederum nur Namen, aber keine Adressen genannt. Insofern machten es die Macher der Publikation ihren Lesern nicht leicht, eine Rückmeldung zu geben.

Vielleicht fügen Sie in der nächsten Sonderveröffentlichung einen Infokasten ein nach dem Motto: “Wie gefällt Ihnen unsere Sonderbeilage? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an …”. Insofern freue ich mich, dass im Newsletter der Metropolregion Sie als Ansprechpartnerin für die Sonderbeilage genannt werden.

Beste Grüße

Martin Bernhard


Comments

Eine Antwort verfassen




  • Sofortkontakt

    Ihr heißer Draht zu erfolgreicher Pressearbeit und besseren Texten: 06281/564 338 - einfach anrufen!
  • Newsletter

    Wie Sie Ihre Pressearbeit effektiver und erfolgreicher machen können. Tipps und Kniffe für zündende Reden und bessere Texte. Jeden Monat neu - kostenlos und unverbindlich. Am besten, Sie registrieren sich sofort.


    Wenn Sie sich wieder abmelden möchten, klicken Sie bitte diesen Link und folgen den Anweisungen.